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Bebauungsplan geändert: Mehr Wohnraum für die Johowsiedlung

Gute Nachrichten für die Johowsiedlung in Alt-Rentfort: Der Gladbecker Planungsausschuss hat einstimmig den Weg für Hauserweiterungen freigegeben.

Dank des neuen „Bauturbos“ des Bundes von Ende 2025 fällt der restriktive Bebauungsplan aus den 1980er-Jahren weg. Die historischen Bergarbeiterhäuser bieten modernen Familien oft zu wenig Platz. Nun dürfen die Eigentümer anbauen, um größere Bäder, zusätzliche Kinderzimmer oder mehr Wohnfläche zu schaffen.

Klare Leitlinien schützen den Siedlungscharakter

Um den charmanten Charakter der Gartenstadtsiedlung zu bewahren, gelten für den Umbau strenge, aber faire Regeln der Stadt:

  • Individuelle Prüfung: Aufgrund der unterschiedlichen Grundstücke berät die Verwaltung jeden Eigentümer vorab in Einzelgesprächen.
  • Maßvolle Maße: Anbauten müssen eingeschossig bleiben und dürfen die bestehende Traufhöhe nicht überschreiten.
  • Optische Trennung: Erweiterungen sollen sich optisch bewusst vom Altbestand absetzen, beispielsweise durch ein Flachdach.
  • Grüne Vorgärten: Um das offene, grüne Stadtbild zu erhalten, ist das Bauen im Vorgarten tabu. Größere Grundstücke bieten hingegen Spielraum für zusätzliche Baukörper

Stadtbaurat Volker Kreuzer betonte, dass der alte Plan nicht mehr zur heutigen Lebensrealität passe, der Denkmalschutz aber gewahrt bleibe. Die Neuregelung dient ab sofort als verlässlicher Rahmen für Ausnahmen vom alten Bebauungsplan Nr. 82.

Werner Hülsermann, Ehrenvorsitzender der Siedlergemeinschaft, zeigte sich im Ratssaal sichtlich erleichtert, nachdem ihm Redeerlaubnis erteilt wurde: Nach jahrelangem Warten sei die Freude über die neuen Perspektiven bei den Familien riesig.

Die Stadt hat die neuen Leitlinien bereits vorab mit der Siedlergemeinschaft besprochen. Für die zweite Jahreshälfte ist eine Informations- und Beratungsveranstaltung für alle Eigentümer geplant. Zudem wird die Verwaltung eine Informationsbroschüre mit allen Details veröffentlichen.

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